Saarland soll Beitritt zu Benelux prüfen

22.10.2007

Nachdem die Landesregierung von NRW bereits mit den Regierungen der Niederlanden, Belgiens und Luxemburgs Gespräche über einen möglichen Beitritt zu einem neuen BENELUX-Vertrag führt, fordert der Landesvorsitzende der Europa-Union Saar Hanno Thewes die saarländische Regierung auf, ihrerseits zu prüfen, dem BENELUX-Vertrag beizutreten. NRW habe erkannt, so Thewes, dass eine enge Zusammenarbeit mit den westlichen Nachbarländern enorme politische und wirtschaftliche Vorteile mit sich bringt.

Der BENELUX-Vertrag, der ursprünglich eine erweitere Zollunion umfasste, werde zunehmend auf andere Gebiete, wie innere Sicherheit, Infrastruktur und Bildung ausgedehnt. Wenn mit NRW ein deutsches Bundesland ernsthaft prüft, dem BENELUX-Vertrag beizutreten, dann dürfe sich das Saarland nicht abhängen lassen. Im dynamischen Wirtschaftsraum um Luxemburg lägen die Zukunftspotenziale für das Saarland. „Wenn wir jetzt nicht handeln, werden wir an den Rand gedrängt und andere profitieren von einem erweiterten BENELUX mit der europäischen Hauptstadt Brüssel in der Mitte“. Jetzt sei eine aktive Diplomatie notwendig. Erster Ansprechpartner müsse dabei die luxemburgische Regierung sein, so Thewes.

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