Mitteilung der EU-Kommission: Nationales Steuerrecht diskriminiert mobile Europäer

27.01.2011

Die Europäische Kommission hat die Mitgliedsstaaten in einer Mitteilung aufgefordert, grenzüberschreitende  steuerliche Hindernisse für Bürgerinnen und Bürger der EU zu beseitigen. Dies teilte die Europa-Union Saar mit.

Landesvorsitzender Hanno Thewes betonte, dass  damit langjährige Forderungen der Grenzarbeitnehmer und Unternehmen  in SaarLorLux  unterstützt würden. Die EU-Kommission fordere die Nationalstaaten auf, „besondere Vorschriften für Grenzarbeitnehmer und mobile Arbeitnehmer zu erlassen, um der Wechselwirkung der Steuer- und Sozialversicherungssysteme in den verschiedenen Mitgliedsstaaten Rechnung zu tragen“.  Die EU bestätige damit, dass viele steuerliche  Regelungen der Nationalstaaten  im Widerspruch zu den in den EU-Verträgen garantierten Grundfreiheiten stünden und damit grenzübergreifende Tätigkeiten behindert würden. 
Bemängelt werden von der Kommission auch die unzureichenden Informationsangebote der Steuerverwaltungen für EU-Bürger.
 Die Europa-Union fordere schon lange eine bessere Verzahnung der unterschiedlichen Systeme der Besteuerungs- und der Sozialsysteme.  Die jetzt vorliegende Mittelung der EU-Kommission sei ein Handlungsauftrag für die Nationalstaaten und Rückenwind für mobile Europäer, so Thewes abschließend.
(Mitteilung KOM(2010)769)

Zurück

Termine

< Februar 2018  
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28