Historischer Tag am 18. April

18.04.2011

60 Jahre Pariser Vertrag mit Gründung der Montan-Union

Am 18. April ist es 60 Jahre her, dass die Staaten Frankreich, Deutschland, Italien und Benelux mit dem Vertrag von Paris die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EKGS) gründeten und damit den Grundstein für die heutige Europäische Union legten. Diese auch  „Montanunion“ genannte supranationale Einrichtung geht auf die Initiative des damaligen französischen Außenministers Robert Schumann zurück, der ein Jahr zuvor seinen Schuman-Plan vorstellte.

„Die Gründung der Montanunion war der Beginn der Erfolgsgeschichte der Europäischen Einigung und nahm ihren Ausgang in unserer Region“, erklärte der Vorsitzende der Europa-Union Saar, Hanno Thewes. Robert Schuman entwickelte seinen Plan in seinem lothringischen Heimatort Scy-Chazelles. Das Montandreieck Saarland-Lothringen-Luxemburg wurde zur Keimzelle Europas. Die hohe Behörde der EGKS nahm am 23. Juli 1952 in Luxemburg ihre Arbeit auf und wurde zur Vorgängerorganisation der Europäischen Kommission.

 Die Europa-Union kündigte für 2012 eine große interregionale Feier an, um die historische Rolle der Saar-Lor-Lux-Region für die Geschichte Europa zu würdigen.

Hauptziele des Robert-Schuman-Planes waren die Sicherung des Friedens durch die Vergemeinschaftung der Schlüsselindustrien von Kohle und Stahl sowie der wirtschaftliche Wiederaufbau Europas. 1957 folgten die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und EURATOM. Die Montanunion lief im Jahr 2002 nach 50 Jahren aus und wurde in den EG-Vertrag überführt.

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