Das Saarland sollte seine Stärken im europäischen Wettbewerb um Brexit-Gewinne einbringen

01.07.2016

Vorsitzender der Europa-Union Saar, Dr. Jörg Ukrow, fordert saarländische Brexit-Strategie

Aus Sicht des Landesvorsitzenden der Europa-Union Saar, Dr. Jörg Ukrow, sollte das Saarland aktiv um die Ansiedlung von Unternehmen und Behörden werben, die sich in der Konsequenz des Brexit aus Großbritannien verabschieden müssen.

„Mit Blick auf die europäische Arzneimittel-Agentur EMA sollte das Saarland sich als Standort ins Gespräch bringen. Damit würde sechs Jahrzehnte nach dem zweiten Saar-Referendum der Ansatz, europäische Behörden in unserem Land anzusiedeln, wenigstens in Ansätzen verwirklicht. Ein Einsatz der Bundesregierung für das Saarland als Standort würde auch die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Unterstützung unseres Landes als Haushaltsnotlageland umsetzen. Nicht zuletzt hat sich unser Land mit kohlpharma und ursapharm bereits als wichtiger Standort auf dem Arzneimittelmarkt positioniert“, unterstrich der Landesvorsitzende der Europa-Union Saar.

Ein zweites Standbein einer saarländischen Brexit-Strategie sollte die offensive Ansprache von Unternehmen sein, die - anknüpfend an vorhandene Erfolgsgeschichten saarländischer Industrie – vom Saarland aus zukünftig den europäischen Binnenmarkt bedienen könnten. „Die saarländische Stahlindustrie könnte hier ebenso Anknüpfungspunkt für eine Verlagerung von Produktionen aus dem Vereinigten Königreich in das Binnenmarkt-Europa der 27 verbleibenden Mitgliedstaaten sein wie die saarländische Automobilproduktion. Wenn es jetzt britischen Brei regnet, sollte auch der saarländische Löffel hingehalten werden“, betonte Dr. Ukrow abschließend.

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