Abfall-Kooperation in SaarLorLux kein „Mülltourismus“

02.07.2010

Saarbrücken. Der Landesvorsitzende der Europa-Union, Hanno Thewes, fordert Umweltministerin Simone Peter auf, ihre negative Haltung gegenüber den Kooperationsplänen des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) in der Abfallentsorgung mit Lothringen zu überdenken. Die Ministerin hatte diese Pläne gegenüber der Saarbrücker Zeitung  kritisiert und pocht auf eine saarländische Lösung.

Dem widerspricht nun die überparteiliche Europa-Union: Das Vorhaben des EVS, den saarländischen Biomüll in Forbach zu verwerten und Hausmüll aus Lothringen in der Müllverbrennungsanlage in Neunkirchen zu entsorgen sei ein positives Beispiel für die interregionale Zusammenarbeit in SaarLorLux. „Das hat Vorbildcharakter und darf kein Übergangsmodell sein“, so Thewes.

Darüber hinaus sei dieser Ansatz auch ökologisch sinnvoll: Forbach liege im Einzugsbereich des Ballungsraums Saarbrücken, von „Mülltourismus“ könne keine Rede sein. Gleichzeitig habe Neunkirchen Überkapazitäten. Es wäre ökologisch für die Gesamtregion schädlich, jetzt in Lothringen neue Anlagen zu errichten oder den Müll aus Sarreguemines in weit entfernte Anlagen zu transportieren. „Unter diesen Aspekten erscheint eine Kooperation in der Müllentsorgung in SaarLorLux geradezu geboten“, so Thewes. Er appellierte an Ministerin Peter, das Denken in nationalen Grenzen zu überwinden und die Chancen der Großregion zu sehen.

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