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Griechenland braucht jetzt europäische Solidarität

26.04.2010

Die Finanzkrise in Griechenland eignet sich nicht für antieuropäischen Populismus. Wer in Wirtschafts-, Finanz- und Währungsfragen den Emotionen freien Lauf lässt, gefährdet das gesamte System. Weder können wir die Griechen aus der EU ausschließen noch aus dem Euro-Raum entlassen. Es wäre eine politische und moralische Bankrotterklärung und zudem kontraproduktiv. Keiner kann vorhersagen, wie sich ein Zusammenbruch der griechischen Staatsfinanzen und des regionalen Bankensektors auf uns alle auswirken würden. Der Wirtschaftsraum in Europa ist so eng verflochten, dass wir nicht wegsehen können, wenn an einer Stelle gravierende Probleme entstehen. Tatsächlich gibt es akut nur eine Lösung: Wir müssen von Griechenland Hilfe zur Selbsthilfe einfordern (Sparmaßnahmen und Reformen sind schon auf den Weg gebracht) und parallel mit verbürgten Krediten zur Entlastung beitragen.

Grundsätzlich müssen wir aus der griechischen Tragödie die richtigen Schlüsse ziehen: Wir brauchen eben nicht nur eine abstimmte Währungs- sondern ganz dringend auch eine abgestimmte Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa. Das ist das Signal: Mehr statt weniger Europa.

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