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Neueste Blog-Beiträge

20.09.2014 von Andreas Haan

Schottland bleibt ein Teil Großbritanniens

Am Donnerstag, 18. September 2014 entschieden sich die Schotten in einem Referendum für den Verbleib in Großbritannien. Im Grunde genommen stellt das Referendum ein positives Zeichen für die Demokratie dar. Insgesamt verhielt sich Großbritannien im Vorfeld und am Wahltag selbst souverän und demokratisch. Der Verbleib Schottlands in Großbritannien kann auch als Plus für ihre Europafreundlichkeit gewertet werden.

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16.09.2014 von Dr. Hanno Thewes

Ja zur Juncker-Kommission

Die Europa-Union Saar begrüßt den Zuschnitt der Juncker-Kommission. Der Aufbau mit sieben Vizepräsidenten, die wichtige Politikfelder koordinieren, ist eine echte Politikinnovation. Damit wird das Schubladendenken des traditionellen Verwaltungsaufbaus überwunden.

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Pressemitteilungen

18.03.2017

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2017

Im Vorfeld der Landtagswahl am 26. März 2017 formulierte der Landesvorstand der Europa-Union Saar Wahlprüfsteine - hier das Ergebnis. Wir wünschen gespannte und spannende Lektüre.

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Europa-Union Saar > Aktivitäten > Berichte > 60 Jahre Montanunion im Völklinger Weltkulturerbe gefeiert

60 Jahre Montanunion im Völklinger Weltkulturerbe gefeiert

‚Empowerment‘ zum Nachdenken für die Zukunft Europas

Vor einem gut besuchten Publikum und in einer symbolträchtigen Kulisse lud die Europa-Union Saar am 23. Juli 2012 zum Gedenken an die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS oder auch Montanunion) ein, die vor genau 60 Jahren in Kraft trat und auch für das Saarland von großer wirtschaftlicher Bedeutung war. Mit dabei waren viele Politiker und hochrangige Gastredner wie Jaques Santer, Präsident der Europäischen Union a.D., Minister für Europa und Finanzen Stephan Toscani, Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig; von französischer Seite Carmen Harter-Houselle, erste Beigeordnete der Stadt Forbach und Mitglied im lothringischen Conseil Régional sowie von wirtschaftlicher Seite der Präsident des Verbandes der Saarhütten Albert Hettrich. Trotz historischer Würdigung lenkten die Redner den Blick auch auf den momentanen Zustand und die unsichere Zukunft Europas, in der eine gemeinsame Identität, politischer Zusammenhalt und wirtschaftliches Gewicht zu schwinden drohen.

Historischer Moment von Krise überschattet

Der Landesvorsitzende der Europaunion, Hanno Thewes, betonte den Mut der Politiker von damals: „Sie waren mutig genug, über ihren eigenen Schatten zu springen und mutig genug, nationale Souveränität von Schlüsselkompetenzen abzugeben“. Gemeinschaft, Frieden und Wohlstand, drei Ziele der Montanunion, seien heute „viel zu selbstverständlich geworden“, mahnte er in Hinblick auf das aktuelle, krisengeschüttelte Europa, in der vergemeinschaftete Strukturen vielen Angst machten. Stephan Toscani in seiner Funktion als Europa- und Finanzminister nutzte den historischen Moment für richtungsweisende Worte zum gegenwärtigen Krisenmanagement und sprach sich dafür aus, Geld- und Finanzpolitik zu vereinen. Das derzeitige Ungleichgewicht zwischen gemeinsamer Währung und vielen eigenen, nationalen Finanzpolitiken sei einer der Auslöser für die Probleme, die „so wie es jetzt ist“ auf Dauer nicht gelöst werden könnten. Gleichzeitig appellierte er an die besondere „europäische Lebensart“, die Menschen bis heute vereine und die weiter gelebt werden müsse. „Es ist es wert, sich dafür einzusetzen“, betonte er auch mit einem Blick in eine „Zukunft voller Unsicherheiten“, in der Europa sowohl demographisch als auch wirtschaftlich nicht mehr so viel Gewicht haben werde wie es die Nachkriegsgeneration erlebt habe.

Positive Worte stimmte Gastrednerin Carmen Harter-Houselle aus dem lothringischen Forbach an. Die gute deutsch-französische Kooperation zeige, dass wir „heute die Brüderlichkeit haben, die die Gründerväter Europas sich gewünscht haben.“ Gemeinsam wolle man von französischer Seite den „Kooperationsgeist“ aufrechterhalten. Mit den Worten Jean Monnets betonte sie die wahre Leistung Europas, die auch die Politik der Zukunft bestimmen sollte: Wir koalieren nicht Staaten, wir vereinigen Menschen! Auch Jacques Santer würdigte in seiner Rede  gebührend die historische Leistung der Montanunion, die nicht nur Europa, sondern auch die Großregion zusammengeschweißt habe.

Bedeutung für das Saarland

 Mit dem kürzlich besiegelten Ende des Bergbaus im Saarland bekamen die gestrigen Feierlichkeiten zum Gedenken der Montanunion auch eine tiefe, regionale Note. Der Bergbau, der nun der Vergangenheit angehört präge das Saarland ebenso wie der Stahl, der das Land noch weiter in die Zukunft begleite, betonte Saarhütten-Präsident Hettrich. „Die Stahlindustrie habe sich auch in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit und Medien als Produzent essentieller Grundprojekte und wichtiges Standbein der industriellen Wertschöpfungskette etabliert.“ Rund 3,8 Milliarden Euro Investitionen seien in den letzten zehn Jahren in das Land geflossen, und damit bezifferte Hettrich eindrucksvoll die wirtschaftliche Bedeutung für das Land.  Dennoch appellierte er auch an die Landespolitik, um bei gleichzeitiger weltweiter, kostengünstigerer Konkurrenz auch langfristig den Stahlstandort im Saarland zu erhalten. Auch Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig betonte die Bedeutung von Kohle und Stahl für seine Stadt, die so zu Aufschwung und Wohlstand gefunden habe.

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