Europäische Jugendveranstaltung: „Was geht mich Europa an?“

„Was geht mich Europa an?“ war das Thema der Jugendveranstaltung, die die Europa-Union Saar gemeinsam mit der Kreisstadt Neunkirchen am Donnerstag, dem 6. Juni 2013, in Neunkirchen veranstaltete. An der Diskussionsrunde in der Stummschen Reithalle nahmen Cornelia Hoffmann-Bethscheider (Landrätin und Präsidentin der Europäische Bewegung Saar), Christine Jung (Landesvorsitzende der JEF Saar), Roland König (Europa-Union Saar), Helma Kuhn-Theis (Europabevollmächtigte der saarländischen Landesregierung) und Margriet Zieder-Ripplinger (Mitglied im Saarländischen Landtag) teil. Moderiert wurde die Veranstaltung von Manfred Krause, Regionalchef der Saarbrücker Zeitung. Für die musikalische Begleitung sorgte die Band „Föns Tanztee“.

Nach einer Vorstellungsrunde der Teilnehmer folgte das erste Diskussionsthema der Abends: die Förderung der Mehrsprachigkeit im Saarland. Roland König plädierte für Französisch als zweite Muttersprache im Saarland. Margriet Zieder-Ripplinger kam auf Luxemburg zu sprechen, wo Kinder sogar fünfsprachig großgezogen werden. Das Thema Mehrsprachigkeit sorgte für eine kontroverse Debatte mit dem Publikum des Abends. So sieht Reinhold Strobel in Luxemburg ein völlig anderes soziales und intellektuelles Niveau. Helma Kuhn-Theis forderte mehr Muttersprachler an saarländischen Schulen. Uwe Schäfer von der Edith-Stein-Schule erinnerte in diesem Zusammenhang an die Finanzierungsschwierigkeiten im Bildungsbereich. Christine Jung bedauerte, dass Französisch als Elitesprache wahrgenommen werde. Die Sprache sei im Saarland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, dem leider bisher nur unzureichend Aufmerksamkeit geschenkt werde.

Anschließend diskutierten die Teilnehmer über die Auswirkungen der Finanz- und Schuldenkrise in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Die besonders hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Staaten stürzte ganze Generationen in die Perspektivlosigkeit. Gegen Ende beantwortet Samuel Ricklin die Frage, was sich seine Generation von Europa erwarte: Eigentlich solle alles so bleiben, wie es ist.

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