Russischer Abend im Saarbrücker Rathaus am 29.11.2017

Unter dem Motto „Partnerschaft zwischen Russen und Deutschen“, fand im in Saarbrücker Rathaussaal ein „Russischer Abend“ des Vereins Russisches Haus Saarbrücken in Kooperation mit der Stiftung europäische Kultur und Bildung und der Europa-Union Saar statt. Die Vorsitzende des Russischen Hauses Dr. Natalia Meleva konnte unter den zahlreichen Gästen russische, deutsche, französische und andere Nationalitäten begrüßen. Der Verein Russisches Haus Saarbrücken hatte zu einem Abend des Kennenlernens und der Erinnerung eingeladen.

Timo Stockhorst, stellvertretender Landesvorsitzender der Europaunion, unterstrich als Mitveranstalter, dass es von großer Wichtigkeit sei, regelmässig mit seinen europäischen Nachbarn zusammenzukommen, damit Begegnung und Partnerschaft sich weiterentwickeln.

„Genau dafür haben wir uns heute zu einem Abend mit Kultur, Vortrag und gemeinsamem Ausklang mit selbst gemachten russischen Spezialitäten zusammengefunden“, so Stockhorst.

Zur Eröffnung trat das Kindertanzensembles des Vereins unter der Leitung von Faina Beletskaja mit Ausschnitten aus dem Ballett „Schwanensee“, auf, welches vor über 120 Jahren zu Beginn der Blütezeit des russisch-zaristischen Balletts seine Geburtsstunde erlebte.

In ihrem Referat „Die Russen kommen – Zur Diskussion um den Einsatz von Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen im Saarland während des Zweiten Weltkriegs 1939-1945“ stellte die Historikerin Dr. Inge Plettenberg das große Unrecht und die Gewalt gegen die bis zu 70000 ausländischen Zwangsarbeiter im Saarland während des Zweiten Weltkrieges dar, insbesondere gegen die aus der damaligen Sowjetunion verschleppten russischen und ukrainischen zivilen Arbeitskräfte („Ostarbeiter“)  – rund 50 Prozent von ihnen Frauen – und  gegen die sowjetischen und italienischen Kriegsgefangenen.

„Eine Entschädigung gab es für viele der Menschen bis heute nicht.“

Mit klassischer Musik am Cello, präsentiert von Ivan Volosatow wurde der Teil der Erinnerung an diesem Abend abgeschlossen und in die Zukunft übergeleitet. Dabei steht der Gedanke der Versöhnung und Freundschaft im Vordergrund. Besonders zum Ausdruck kam dies in den sich anschließenden russischen und ukrainischen Liedern, vorgetragen von der Sopranistin Margarita Levina. Bei den Texten über Liebe und Zukunft sangen viele Gäste begeistert auf russisch mit. Zum gemeinsamen Abschluss bei vielen Gesprächen gab es dann selbst gebackene russische Spezialitäten. Dieser Abend hatte sicher seinen Zweck erfüllt: Begegnung fördern, einander kennenlernen und verstehen und gemeinsam die Zukunft gestalten.

Ronald Maltha

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